Kunsttherapie

Kunsttherapie fördert Kreativität, Gelassenheit, Gesundheit, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Sinnlichkeit und vieles mehr!

Dadurch wirkt sie entlastend und unterstützend bei Krisen, Krankheit, Stress und allen möglichen Herausforderungen die das Leben bringt.
Sie ist für Menschen jeden Alters, unabhängig von Fähigkeiten oder Begabung.

Ganzheitliche Kunsttherapie widmet sich dem Menschen in seiner Ganzheit, in allen Lebensphasen. Sie bedient sich kreativer Medien, um die eigenen inneren Schöpfungskräfte zu aktivieren und unmittelbar erlebbar zu machen. Beim kreativen Tun verwenden wir alle unsere Sinne, dadurch wirkt es auf den Körper, die Gefühle, den Geist, das Soziale und vor allem auf die Seele.

Wie schaut so eine Kunsttherapie Stunde aus?

Ich beantworte diese Frage jedes Mal etwas anders. Denn ich arbeite intuitiv, ganz nach der momentanen Situation gerichtet. Wenn Du zu mir in die ganzheitliche Kunsttherapie kommst, stehen verschiedene Materialien bereit, wie Farben, Papiere, Stifte, Zeitschriften für Collagen, Instrumente für Klangexperimente, Ton zum Modellieren, Holz und Stein zum Schleifen, Gegenstände für Rollenspiele oder Installationen, Raum für Bewegung, Musik zum Genießen oder tanzen. Wir begrüßen und begegnen uns und erforschen wie es dir gerade geht und was du gerade brauchst. Davon inspiriert biete ich dir eine der vielen verschiedenen kreativen Möglichkeiten an, einen Anfangspunkt für dich, um damit zu beginnen, das was in dir drinnen ist heraus zu bringen, deine Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten. Du brauchst dazu gar nichts zu wissen oder zu können. Anleitung, Unterstützung, Struktur und Freiheit passe ich ganz auf deine momentanen Bedürfnisse an, mit dem Blick darauf gerichtet, Belastendes zu erleichtern und Stärkendes zu fördern. Es ergibt sich ein kreativer Prozess, welchen wir im Anschluss gemeinsam betrachten. Durch die Rückschau und Reflexion lernst du dich selbst besser kennen und nimmst nach und nach immer bewusster und mehr wahr, wie und auf welche Art du Dinge erschaffst. Das was du im Kleinen (zB. mit dem Stift auf einem Blatt Papier) erschaffst hilf dir auch etwas darüber zu erfahren, was du im Großen (zB. in deiner Arbeit oder Beziehung) erschaffst. Unbewusst erschaffen wir uns in unserem Leben sehr viel, leider auch vieles das nicht angenehm ist. In der Kunsttherapie schauen wir uns diese schöpferischen Vorgänge genauer an, um unser Leben bewusster zu gestalten und besser mit dessen Herausforderungen  umgehen zu können.

Was ist Kunsttherapie?

 

 

Ganzheitliche Kunsttherapie. Was ist das? Was hat sie mit Kunst zu tun? Und was ist eigentlich Therapie? Gehen nur kranke Menschen zur Therapie? Muss ich Künstleri*in sein für die Kunsttherapie?

Eine ausführlichere Erklärung für alle, die mehr über meinen ganzheitlichen kunsttherpeutischen Zugang wissen wollen (Weil es viele verschiedene kunsttherapeutische Ansätze und Schulen gibt).

 

Was ist „Kunst“ in der Kunsttherapie? Das Wort Kunst in Kunsttherapie hat mehrere Bedeutungen. Einerseits heißt es, dass kreative Medien, wie Zeichnen, Malen, Poesie, Gesang, Modellieren usw. als therapeutisches Ausdrucksmittel verwendet werden. In unserem Alltag drücken wir uns überwiegend über Sprache aus. Wir nehmen unsere Umwelt aber über alle unsere Sinne auf und nur einen Bruchteil dessen verarbeiten wir bewusst, übertragen es in Gedanken und sprechen es aus. All die vielen (Sinnes-) Eindrücke unseres Erlebens sammeln sich unbewusst in uns und werden unbewusst gewertet und verarbeitet. Da sind angenehme und unangenehme, wohltuende und verstörende Erlebnisse dabei. Wenn wir nun (z.B. in der Kunsttherapie) eine andere Ausdrucksform als die Sprache wählen und zum Beispiel absichtslos etwas Malen oder ein Stück Ton kneten, dann können sich unbewusst gesammelte Eindrücke und Erlebnisse ausdrücken, für die wir keine bewussten Gedanken oder Worte haben. Beispielsweise die Berührung von feuchter Tonerde, das Formen und Kneten aktiviert über unsere Sinne (Tastsinn, Geruchsinn, Sehsinn) frühere sinnliche Wahrnehmungen und Erlebnisse in uns, die dadurch verarbeitet werden können. Etwas das in uns war, ist dann draußen, geknetet, geformt, verarbeitet und es erleichtert uns innerlich. Wenn man sich dabei selber beobachtet, lernt man sich selbst nach und nach besser kennen und manches von diesem Unbewussten wird bewusst und erlaubt uns, über uns selbst und unsere Art die Welt wahrzunehmen, zu reflektieren. Das wiederum hilft dabei, das eigene Leben bewusster zu gestalten und bewusster jene Erlebnisse und Sinneseindrücke zu fördern, die einen zu mehr Wohlbefinden hinbewegen.

Die andere Bedeutung von Kunst in der ganzheitlichen Kunsttherapie, ist jene der Kunst die Künstler erschaffen. Dabei geht es nicht darum, das Kunst in diesem Sinne in der Kunsttherapie erschaffen wird, sondern es geht um die Qualitäten, die in den Prozessen zur Erschaffung von Kunstwerken zu finden sind. Die Kunsttherapeutin als Künstlerin kennt diese Schaffensprozesse und deren Qualitäten und lässt diese in die therapeutischen Prozesse einfließen. Denn auch als Nicht-Künstler erschaffen wir (meist unbewusst) beinahe ständig etwas, das ist Teil des Lebendig-Seins. Das was Künstler, die BEWUSST ständig Neues erschaffen über diese Prozesse wissen, ist wertvoll und unterstützend.

Was ist Therapie? Therapie ist die Behandlung von einem Leiden, einer Störung, einer Krankheit. Wir bewegen uns auf einem Kontinuum, einer Skala zwischen völligem Wohlbefinden (Gesundheit) und unerträglichem Leiden (Krankheit). Mal sind wir näher am Wohlbefinden, mal am Leiden. Es gibt mehrere dieser Skalen, denn wir sind ein Ganzes mit vielen Aspekten. Es kann unser Körper von einem Leiden betroffen sein, jedoch unser soziales Leben und unsere Beziehungen fühlen sich derweil sehr wohl an. Ein Teil unserer Seele kann sehr lebendig sein, während ein anderer Teil verschlossen und verdrängt leidet. Therapie als die Behandlung von Leiden, richtet die Aufmerksamkeit auf die Vermehrung und Stärkung des Wohlbefindens, um auf der Skala eine Bewegung in Richtung Wohlfühlen anzuregen. Wenn ein leidender Teil in uns Linderung erfährt, wirkt sich das auch auf den Rest unseres Wesens aus – ein Ganzes ist mehr als seine verbundenen und ineinander verwobenen Teile. Der Ganzheitliche Ansatz rückt dieses Ganze und alle Aspekte die zu einem Menschen dazugehören in den Mittelpunkt. Auch wenn nur „ein“ Teil leidet, ist es immer der Teil eines Ganzen, der mir allem verbunden ist.

Die Bewegung auf der Skala in Richtung Wohlbefinden anzuregen, das ist für mich Therapie. Jemand der zur Therapie geht, muss sich also nicht krank oder leidend fühlen, er oder sie möchte sich einfach nur weiter in Richtung Wohlfühlen bewegen, unabhängig davon, wo er sich auf der Skala gerade befindet. Niemand ist ganz krank oder ganz gesund, es gibt kein „normal“, nur Individuen mit ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen bis zu diesem Moment.

Wen das Wort Therapie abschreckt, da es nicht von allen so verstanden wird, wie hier geschildert, der kann auch Prävention oder Selbsterfahrung dazu sagen. Gut gefällt mir persönlich auch die Bezeichnung: „Ich gehe zur Wohlerfühlen-durch-Kunst-Stunde.“